Reisebus gegen Lkw auf der Landesstraße Höhe Abzweig HOLTORF. Etwa 40 Insassen, mehrere eingeklemmt. MANV auslösen, LNA und OrgL anfordern. Erster RTW an der Einsatzstelle. Bus liegt auf der Seite, Lkw im Graben. Viele Personen gehfähig neben dem Bus, laute Schreie aus dem Bus. Leitstelle an alle Rettungsmittel: MANV ausgelöst, Einsatzstelle Landesstraße Abzweig Holtorf. Anfahrt über Kreisstraße von Süden, Bereitstellungsraum Parkplatz Gasthaus. Vorsichtung abgeschlossen: 3 SK I, 7 SK II, 18 SK III, 1 Tote. Patientenablage an der Bushaltestelle eingerichtet. LNA und OrgL an der Einsatzstelle eingetroffen. Einsatzleitung Rettungsdienst am ELW auf dem Parkplatz Gasthaus. Feuerwehr übernimmt die technische Rettung der eingeklemmten Personen im Bus. Dauer für die erste Person etwa 20 Minuten. Frage: Wie viele RTW sind derzeit auf Anfahrt und wann trifft der erste Notarzt ein? Auf Anfahrt 6 RTW, 2 NEF und 1 KTW. Erstes NEF trifft in 4 Minuten ein, Rettungshubschrauber ist alarmiert. Christoph angefordert, Landeplatz auf dem Feld nördlich der Einsatzstelle festgelegt. Feuerwehr sichert und leuchtet aus. Anflug für Christoph frei. Windrichtung West, keine Leitungen im Anflugbereich. Transport SK I, männlich, etwa 50, eingeklemmt gewesen, instabil. Ziel Klinikum Nord Schockraum, Voranmeldung erfolgt, Fahrzeit 15 Minuten. Klinikum Nord nimmt 2 SK I und 4 SK II auf. Kreiskrankenhaus West nimmt 6 SK III, weitere Kapazität wird nachgemeldet. Patientenablage an der Bushaltestelle mit 3 Sanitätern besetzt. Wärmeerhalt mit Decken, Feuerwehr baut Wetterschutz auf. Benötigen 4 weitere RTW und einen GRTW an Bereitstellungsraum Parkplatz Gasthaus, Zufahrt über Kreisstraße von Süden. SEG Sanität mit Behandlungsplatz 25 angefordert. Aufbau auf dem Parkplatz des Gasthauses neben der Einsatzleitung. Behandlungsplatz 25 aufgebaut und aufnahmebereit. 2 Notärzte, 8 Sanitäter, Sichtungsarzt am Eingang. Sammelstelle für Unverletzte im Gasthaus eingerichtet. Betreuungsdienst übernimmt, derzeit 11 Personen. Frage: Sind unter den Unverletzten Kinder ohne Begleitung? Unter den Unverletzten 2 Kinder ohne Begleitung, Eltern vermutlich unter den Verletzten. Betreuungsdienst kümmert sich, Polizei klärt. Lkw hat Ladung Gefahrgut, Kennzeichnung noch unbekannt. Patientenablage 100 m nach Westen verlegen, Feuerwehr klärt. Feuerwehr meldet: Ladung ist Speiseöl in Fässern, keine Gefahr. Patientenablage bleibt an der neuen Position. Transport SK I, weiblich, etwa 30, bewusstlos, Rauchgas ausgeschlossen. Ziel Klinikum Nord, Notarzt begleitet, Fahrzeit 15 Minuten. Christoph hat den zweiten SK I übernommen. Ziel Unfallklinik der Landeshauptstadt, Flugzeit 20 Minuten. Status 4 an der Einsatzstelle, Fahrzeug am Bereitstellungsraum. Warten auf Zuweisung durch den OrgL. Transportorganisation: Alle RTW melden sich beim OrgL am ELW an, bevor sie einen Patienten übernehmen. Keine Eigenzuweisung. Frage: Welche Transportpriorität hat die Patientin mit Beckenverletzung an der Patientenablage? Patientin mit Beckenverletzung ist SK II, Transport als nächster nach den SK I. Ziel Klinikum Nord. Vierter Patient SK I: männlich, etwa 70, eingeklemmt gewesen, Reanimation läuft. NEF ist vor Ort. Reanimation erfolglos beendet. Zweiter Toter, Polizei ist informiert, Bestattungsdienst wird über die Einsatzleitung angefordert. Sichtungsergebnis nach Abschluss der technischen Rettung: 4 SK I, 8 SK II, 19 SK III, 2 Tote. Alle Personen aus dem Bus. Kreiskrankenhaus West meldet Kapazität für weitere 4 SK III. Stadtklinik Süd nimmt 6 SK III und 2 SK II. Sammeltransport von 8 gehfähigen SK III mit dem GRTW zum Kreiskrankenhaus West. Begleitung durch 2 Sanitäter. GRTW hat Status 7 mit 8 Patienten. Abfahrt zum Kreiskrankenhaus West, Ankunft voraussichtlich 17:40 Uhr. Frage: Ist beim Klinikum Nord ein zweiter Schockraum frei? Klinikum Nord meldet zweiten Schockraum ab 17:30 Uhr frei. Erster Schockraum belegt durch den ersten SK I. Transport SK II, männlich, etwa 40, Fraktur Unterschenkel, stabil. Ziel Stadtklinik Süd, sitzend nicht möglich, Fahrzeit 25 Minuten. Busfahrer ist SK III, steht unter Schock, wird von der Polizei befragt. Danach Transport ins Kreiskrankenhaus West. PSNV für Einsatzkräfte nach Einsatzende angefordert. Ansprechpartner ist der OrgL. Verpflegung für 40 Einsatzkräfte am Bereitstellungsraum ab 18:30 Uhr durch den Betreuungsdienst. Status 8 am Klinikum Nord, Patient übergeben. Danach einsatzbereit. Frage: zurück zum Bereitstellungsraum oder Rückkehr zur Wache? Rückkehr zum Bereitstellungsraum Parkplatz Gasthaus. Noch 6 Transporte offen. Fahrzeug nach Transport eines SK I nicht einsatzbereit, Innenraum muss gereinigt werden. Dauer 30 Minuten an der Wache. Zweiter Bus des Reiseunternehmens trifft an der Einsatzstelle ein, um die Unverletzten abzuholen. Polizei entscheidet über die Freigabe. Unverletzte werden erst nach Registrierung durch den Betreuungsdienst freigegeben. Bus wartet am Parkplatz. Frage: Wie viele Patienten sind noch an der Patientenablage und am Behandlungsplatz? An der Patientenablage keine Patienten mehr. Am Behandlungsplatz noch 5 SK III und 1 SK II, alle transportfähig. Letzter SK II übernommen, Transport zum Klinikum Nord, Fahrzeit 15 Minuten, Voranmeldung erfolgt. Behandlungsplatz meldet: alle Patienten übergeben oder transportiert. Abbau nach Freigabe durch den OrgL. Abbau des Behandlungsplatzes freigegeben. SEG Sanität meldet Einsatzende nach Verladung an die Einsatzleitung. Endgültige Bilanz: 33 Verletzte, davon 4 SK I, 8 SK II, 21 SK III, 2 Tote. 19 Rettungsmittel im Einsatz, 1 Hubschrauber. Alle Rettungsmittel: Nach Rückkehr zur Wache Materialverbrauch an die Leitstelle melden. Nachbestellung erfolgt gesammelt. Leitstelle an alle: MANV beendet um 19:20 Uhr. Regelbetrieb wieder aufgenommen, Nachbarwachen kehren in ihre Bereiche zurück. Landeplatz für Christoph aufgehoben. Feuerwehr räumt die Beleuchtung ab. Nachbesprechung des MANV am Montag um 10:00 Uhr in der Rettungswache Mitte. Alle Fahrzeugführer nehmen teil. Alle Rettungsmittel: Funkprobe auf der Rufgruppe der Einsatzleitung. Reihenfolge nach Eintreffen am Bereitstellungsraum. Übungsleitung: Lage wird für die Zwischenbesprechung angehalten. Keine Statusmeldungen bis zur Fortsetzung. Übung wird fortgesetzt. Sichtungsergebnis und Transporte wie zuletzt gemeldet. Kanalwechsel für alle Rettungsmittel im Transport auf die Rufgruppe der Leitstelle. Einsatzstelle bleibt auf der Rufgruppe der Einsatzleitung. Verkehrsunfall zwei Pkw an der Kreuzung Bahnhofstraße in der Kreisstadt, gleichzeitig zum MANV. Nachbarwache übernimmt mit RTW und NEF. Nachbarwache meldet: Verkehrsunfall Bahnhofstraße abgearbeitet, 2 Leichtverletzte in die Stadtklinik Süd. Bereitstellungsraum Parkplatz Gasthaus ist voll. Weitere Rettungsmittel am Feldweg 200 m südlich in Fahrtrichtung aufstellen. Frage: Gibt es an der Einsatzstelle Trinkwasser für die Einsatzkräfte? Temperatur über 30 Grad. Trinkwasser in Flaschen am ELW für alle Einsatzkräfte. Betreuungsdienst bringt weitere 100 Flaschen. Angehörige der Businsassen melden sich an der Einsatzstelle. Polizei richtet eine Anlaufstelle im Gasthaus ein. Einsatzkraft mit Schnittverletzung an der Hand durch Glassplitter. Versorgung am Behandlungsplatz, weiter dienstfähig. Zweite Einsatzkraft mit Kreislaufproblemen bei der Hitze. Ablösung erforderlich, Person ruht im ELW. Ablösung für die Besatzung des ersten RTW eingetroffen. Übergabe am Bereitstellungsraum, Fahrzeug bleibt im Einsatz. Dokumentation: Verletztenanhängekarten werden am Behandlungsplatz gesammelt und dem OrgL übergeben. Keine Karte verlassen die Einsatzstelle ohne Patient. Sichtungsarzt meldet Änderung: Patient mit Bauchtrauma von SK II auf SK I gesetzt. Nächster freier RTW mit Notarzt zur Patientenablage. RTW mit Notarzt an der Patientenablage. Übernahme des Patienten mit Bauchtrauma, Ziel Klinikum Nord Schockraum 2. Erkunden Sie den Graben hinter dem Lkw. Zeugen berichten von einer weiteren Person, die aus dem Bus geschleudert wurde. Erkundung Graben abgeschlossen: Eine Person gefunden, ansprechbar, SK II mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung. Rettung mit Spineboard. Person aus dem Graben an der Patientenablage übergeben. Sichtung SK II, Transport liegend mit Notarzt. Frage: Wann kann der zweite Bus mit den Unverletzten abfahren? Polizei gibt den Bus um 18:45 Uhr frei. 14 Unverletzte fahren zum Hotel in der Kreisstadt, Betreuungsdienst begleitet. Christoph zurück an der Einsatzstelle für einen zweiten Flug. Patient mit Bauchtrauma wird jetzt geflogen, Klinikum Nord wird umdisponiert. Kraftstoff für den ELW und die Stromversorgung des Behandlungsplatzes wird knapp. 40 l Diesel anfordern. Diesel vom Bauhof am Bereitstellungsraum eingetroffen. Stromerzeuger am Behandlungsplatz läuft wieder. Beleuchtung und Wärmestrahler in Betrieb. Status 3 übernommen, Anfahrt zur Einsatzstelle. Status 4, am Bereitstellungsraum. Status 7, Patient SK II aufgenommen. Status 8 am Kreiskrankenhaus WEST. Status 1, wieder einsatzbereit. Frage: Ziel für den nächsten SK III? Ziel Stadtklinik SÜD, Fahrzeit 25 Minuten. Notarzt zur Patientenablage. Rettungswagen am Bereitstellungsraum, warten auf Zuweisung. Erbitten Zuweisung eines Patienten. Patient SK III zugewiesen, Kennnummer 17. Transport begonnen, Ankunft 17:55 Uhr. Voranmeldung Klinikum NORD erfolgt. Landeplatz frei, Christoph im Anflug. Christoph gelandet, Übergabe läuft. Frage: Wie viele SK I sind noch offen? Ein SK I offen, RTW mit Notarzt ist zugewiesen. Stärke der SEG Sanität: 1/2/12/15, BHP 25 aufgebaut. Erbitten Decken für die Patientenablage. 20 Decken vom Betreuungsdienst gebracht. Erkunden Sie den Feldweg als zweite Zufahrt. Feldweg befahrbar für RTW, nicht für den GRTW. Standort Feldweg 200 m südlich, 3 RTW warten. Ablösung für den ersten RTW eingetroffen. Trinkwasser am ELW abholen. Verpflegung ab 18:30 Uhr am Parkplatz GASTHAUS. Frage: Ist der Sichtungsarzt am Behandlungsplatz? Sichtungsarzt am Eingang des Behandlungsplatzes. Dienstschluss für die Nachbarwache um 19:30 Uhr. Verletzte Einsatzkraft versorgt, dienstfähig. Zweiter Toter, Polizei informiert. Bestattungsdienst über die Einsatzleitung angefordert. Standort Klinikum NORD, Patient übergeben. Rückfahrt zum Bereitstellungsraum. Fahrzeug außer Dienst, Reinigung 30 Minuten. Fahrzeug wieder einsatzbereit auf der Wache. Funkprobe erfolgreich, alle Rettungsmittel erreichbar. Übung unterbrochen, alle Rettungsmittel bleiben auf Position. Kanalwechsel auf die Rufgruppe der Leitstelle bestätigt. Frage: Wann kommt der GRTW? GRTW in 10 Minuten am Bereitstellungsraum. Transport von 2 SK III sitzend zum Kreiskrankenhaus. Erkundung Graben ohne weitere Personen. Materialverbrauch an die Leitstelle gemeldet. Erste Lagemeldung des ersten RTW um 16:35 Uhr: Reisebus auf der Seite liegend, Lkw im Graben, etwa 40 Insassen. Mindestens 5 Personen eingeklemmt, etwa 15 Personen gehfähig neben dem Bus, mehrere liegend auf der Fahrbahn. Meldung der Einsatzleitung Rettungsdienst um 16:50 Uhr: Führung durch LNA und OrgL am ELW auf dem Parkplatz GASTHAUS. Patientenablage an der Bushaltestelle, Behandlungsplatz 25 im Aufbau auf dem Parkplatz, Sammelstelle Unverletzte im Gasthaus. Sichtungsergebnis um 17:05 Uhr nach Abschluss der technischen Rettung: 4 SK I, 8 SK II, 19 SK III, 2 Tote, alle Personen aus dem Bus. Transportreihenfolge: SK I sofort mit Notarzt, davon 2 mit Christoph. SK II nach Freigabe durch den LNA, SK III gesammelt mit GRTW und KTW. Anforderung an die Leitstelle um 16:45 Uhr: Für den MANV Landesstraße Abzweig HOLTORF werden 4 weitere RTW, 1 GRTW, 2 KTW, die SEG Sanität mit Behandlungsplatz 25 und der Betreuungsdienst für etwa 15 Unverletzte benötigt. Kapazitätsmeldung der Leitstelle um 17:10 Uhr: Klinikum Nord 2 SK I und 4 SK II, zweiter Schockraum ab 17:30 Uhr frei. Kreiskrankenhaus West 10 SK III. Stadtklinik Süd 2 SK II und 6 SK III. Unfallklinik der Landeshauptstadt 2 SK I über Christoph. Einsatzauftrag für den GRTW: Übernehmen Sie am Behandlungsplatz 8 gehfähige Patienten SK III mit Verletztenanhängekarten und transportieren Sie sie gesammelt zum Kreiskrankenhaus WEST. Begleitung durch 2 Sanitäter, Voranmeldung mit Patientenzahl vor der Abfahrt, Ankunft an die Leitstelle melden. Lagemeldung Patientenablage um 17:20 Uhr: Alle 4 SK I übergeben oder im Transport, 3 SK II warten auf Fahrzeuge, 12 SK III zum Behandlungsplatz verlegt. Wärmeerhalt gesichert, Wetterschutz durch die Feuerwehr steht. Meldung an alle Rettungsmittel: Der Lkw hat Gefahrgut geladen, die Kennzeichnung ist noch unklar. Die Patientenablage wird um 100 m nach Westen verlegt, der Bereich um den Lkw ist bis zur Freigabe durch die Feuerwehr gesperrt. Lagemeldung Behandlungsplatz um 18:10 Uhr: 14 Patienten seit Aufbau aufgenommen, 9 transportiert, 5 SK III und 1 SK II warten transportfähig. Personal 2 Notärzte, 8 Sanitäter, Sichtungsarzt am Eingang. Material ausreichend, Stromversorgung nach Nachtanken wieder stabil. Einsatzauftrag für die Nachbarwache: Übernehmen Sie für die Dauer des MANV die Regelrettung im gesamten Kreisgebiet mit 2 RTW und 1 NEF. Einsätze werden von der Leitstelle direkt zugewiesen, die Rufgruppe der Einsatzstelle wird von Ihnen nicht genutzt. Anforderung an die Leitstelle um 17:40 Uhr: Christoph für einen zweiten Flug an die Einsatzstelle, Patient mit Bauchtrauma SK I, Ziel Klinikum NORD wird umdisponiert auf die Unfallklinik. Abschlussmeldung der Einsatzleitung Rettungsdienst um 19:20 Uhr: 33 Verletzte, davon 4 SK I, 8 SK II, 21 SK III, 2 Tote. 19 Rettungsmittel und 1 Hubschrauber im Einsatz, 2 Einsatzkräfte leicht verletzt und weiter dienstfähig. Meldung der Leitstelle an alle Rettungsmittel: Nach Rückkehr zur Wache den Materialverbrauch an Verbandmaterial, Infusionen, Sauerstoff und Decken bis 21:00 Uhr an die Leitstelle melden, die Nachbestellung erfolgt gesammelt.