Sprechfunk Übungsgenerator

Aktualisiert am · Lesezeit ca. 5 Minuten · von Johannes Rudolph, Bereichsausbilder Sprechfunk (THW)

Johannes Rudolph – Bereichsausbilder Sprechfunk

Diese Seite sagt, wer hinter dem Sprechfunk Übungsgenerator steht und woher die fachliche Grundlage kommt. Sie ist bewusst knapp und nennt nur, was überprüfbar ist.

Kurz gesagt

Der Übungsgenerator ist aus der eigenen Ausbildungspraxis entstanden, nicht am Reißbrett. Der Autor ist seit 2007 beim Technischen Hilfswerk aktiv, Gruppenführer der Fachgruppe Kommunikation und Bereichsausbilder für Sprechfunk. Die mitgelieferten Übungstexte stammen aus tatsächlich gefunkten Übungen mehrerer Ortsverbände. Das Projekt ist Ehrenamt, quelloffen und ohne kommerzielles Interesse.

Woher die Inhalte kommen Vier Schritte: Ausbildungspraxis im THW, tatsächlich gefunkte Übungen, gesammelter Funkspruch-Bestand und die Inhalte dieser Website Ausbildung im THW gefunkte Übungen Funkspruch-Bestand Inhalte hier
Von der Ausbildungspraxis über echte Übungen bis zu den Seiten dieser Website.

Seit 2007 im Technischen Hilfswerk

Mein Name ist Johannes Rudolph. Seit 2007 bin ich beim Technischen Hilfswerk aktiv. Aktuell bin ich Gruppenführer der Fachgruppe Kommunikation und Bereichsausbilder für Sprechfunk.

Die Fachgruppe Kommunikation stellt im Einsatz die Fernmeldeverbindungen her und betreibt sie. Das reicht vom Handfunkgerät im Trupp bis zur Führungsstelle, die mehrere Einsatzabschnitte zusammenführt. Wer diese Aufgabe hat, merkt schnell, wo Sprechfunkausbildung trägt und wo sie nur auf dem Papier steht.

Als Bereichsausbilder gebe ich die Sprechfunkausbildung im Bereich weiter: Lehrgänge vorbereiten, Ausbildungsabende halten, Prüfungen abnehmen. Der Unterschied zum Lehrgangsteilnehmer ist die Wiederholung – man sieht dieselben Fehler bei vielen verschiedenen Gruppen und erkennt, welche davon am Verfahren liegen und welche an der Vorbereitung.

Warum dieses Projekt entstanden ist

Der Auslöser war nüchtern: die Vorbereitung einer Funkübung dauerte länger als die Übung selbst. Für acht Funkstellen mit je acht Nachrichten sind das vierundsechzig Zeilen, die zueinander passen müssen – und jede Änderung an der Teilnehmerliste macht die halbe Arbeit zunichte.

Wer das zweimal von Hand gemacht hat, baut sich eine Tabelle. Wer es zehnmal gemacht hat, baut ein Werkzeug. Aus dieser Tabelle ist der Generator geworden, zuerst für den eigenen Ortsverband, dann für andere, die danach gefragt haben.

Der zweite Auslöser war die Wiederholung: eine feste Übungsvorlage ist nach drei Einsätzen verbraucht, weil alle in der Einheit die Sprüche kennen. Ab da übt man das Erinnern, nicht das Aufnehmen. Deshalb verteilt der Generator jedes Mal neu.

Woher die Übungstexte stammen

Die mitgelieferten Funksprüche sind kein erfundener Vorrat. Sie kommen aus Übungen, die tatsächlich gefunkt wurden – aus den Ortsverbänden Essen, Leer, Lehrte, Melle und Saarstedt, dazu ein Bestand kurzer Meldungen für die Grundausbildung.

Das merkt man den Texten an. Sie nennen echte Straßen, echte Pegel, echte Stärkemeldungen in der üblichen Schreibweise, und sie sind unterschiedlich lang, weil echte Meldungen unterschiedlich lang sind. Ein generierter Bestand wäre gleichförmiger und damit als Übungsstoff schwächer.

Dazu kommt ein Bestand mit ausdrücklich unernsten Texten. Der ist im Archiv nicht enthalten und wird auch nicht standardmäßig verteilt – er hat seinen Platz beim Jugendabend, nicht in der Prüfungsvorbereitung.

Wer den Bestand vor der Übung sehen will, findet ihn vollständig im Funkspruch-Archiv, sortiert nach Vorlage und mit Angabe, woher sie stammt.

Was ich in der Ausbildung immer wieder sehe

Drei Fehler tauchen in fast jedem Lehrgang auf, und keiner davon ist ein Wissensfehler. Der erste: gesprochen wird, bevor die Sprechtaste sitzt. Die ersten ein bis zwei Silben fehlen dann auf der Gegenseite, und die Gegenstelle fragt nach – bei acht Stationen kostet das den halben Abend.

Der zweite: es wird formuliert, während gesendet wird. Wer eine Meldung erst im Sprechen ordnet, produziert lange Pausen auf einem Kanal, den in dieser Zeit niemand sonst nutzen kann. Der Vordruck vor der Sendung ausgefüllt ist die ganze Lösung.

Der dritte: buchstabiert wird zu spät. Ortsnamen, Eigennamen und Kennzeichen gehören von vornherein buchstabiert, nicht erst nach der ersten Rückfrage. Genau deshalb enthalten die Übungsvorlagen bewusst Texte mit sperrigen Namen – wer nur runde Sätze übt, übt das Buchstabieren nie.

Was sich dagegen nicht durch Erklären lösen lässt, ist die Routine: Anruf, Anrufantwort, Spruch, Bestätigung. Die sitzt erst nach Wiederholung, und dafür braucht es Übungsstoff, der nicht nach dem zweiten Mal auswendig gelernt ist.

Was diese Seite ist und was nicht

Diese Website ist ein privates, ehrenamtliches Projekt. Sie ist kein offizielles Angebot des THW, keiner Feuerwehr und keiner anderen Behörde, und sie gibt keine amtliche Auskunft.

Die fachlichen Seiten geben wieder, was in den einschlägigen Vorschriften steht und was in der Ausbildung vermittelt wird. Wo eine Angabe an einer Quelle geprüft wurde, steht die Fundstelle im Abschnitt „Grundlagen und Quellen“ am Seitenende. Wo keine geprüfte Quelle vorliegt, steht auch das dort.

Maßgeblich sind im Zweifel immer die geltenden Dienstvorschriften und die Festlegungen der eigenen Organisation. Mehr zum Umgang mit Inhalten und Korrekturen steht unter Über das Projekt.

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Häufige Fragen

Welche Qualifikation steht hinter den Inhalten?

Der Autor ist seit 2007 beim Technischen Hilfswerk aktiv, Gruppenführer der Fachgruppe Kommunikation und Bereichsausbilder für Sprechfunk. Die Inhalte stammen aus dieser Ausbildungspraxis.

Ist die Seite ein offizielles Angebot des THW?

Nein. Es ist ein privates, ehrenamtliches Projekt ohne amtlichen Charakter. Maßgeblich sind die geltenden Dienstvorschriften und die Festlegungen der eigenen Organisation.

Woher kommen die Übungsfunksprüche?

Aus tatsächlich gefunkten Übungen mehrerer THW-Ortsverbände sowie einem Bestand kurzer Meldungen für die Grundausbildung. Der vollständige Bestand ist im Funkspruch-Archiv einsehbar.

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