Funkübung kostenlos und ohne Anmeldung
Diese Seite beschreibt, was kostenlos und ohne Anmeldung hier konkret bedeuten – einschließlich der Stellen, an denen beides einen Preis hat. Wer nur schnell eine Übung braucht, kann direkt zur Anwendung gehen.
Kurz gesagt
Die Nutzung ist kostenlos und verlangt kein Konto, keine Zahlungsdaten und keine Installation. Es gibt keine Testphase, die abläuft, und keine Funktion hinter einer Bezahlschranke. Gespeichert werden nur die Angaben, die für die Übung eingetragen werden, und die sind für jeden lesbar, der den Link kennt. Der Quellcode steht unter der EUPL-1.2 auf GitHub.
Was kostenlos hier konkret heißt
Vier Dinge, die es nicht gibt: keine Zahlungsdaten, kein Benutzerkonto, keine Testphase, die abläuft, und keine Funktion hinter einer Bezahlschranke.
Der letzte Punkt ist der, an dem sich kostenlose Angebote meist unterscheiden. Hier gibt es keine Stufen: Nachrichtenverteilung, alle Funkspruch-Vorlagen, Druckunterlagen, Teilnehmerzugang, Live-Übungsleitung und das Debrief-PDF sind vollständig verfügbar. Es gibt keine Obergrenze für Teilnehmer, Übungen oder Exporte.
Was kostenlos nicht einschließt, ist eine Zusage zur Verfügbarkeit. Es gibt keinen Vertrag, kein Service-Level und niemanden, der für eine Störung am Übungsabend einstehen müsste. Wer einen festen Termin hat, erzeugt die Druckunterlagen deshalb vorher und lädt sie als PDF oder ZIP herunter. Dann hängt der Abend nicht an einer fremden Domain, und die Übung läuft auch ohne Verbindung.
Es gibt auch keine Werbung und keine Werbe-Cookies. Die Reichweitenmessung läuft über GoatCounter und zählt nur aggregierte Seitenaufrufe, ohne Cookies – so steht es in der Datenschutzerklärung.
Ohne Konto – und was das kostet
Es gibt keine Registrierung, weil die Anwendung keinen Begriff von Identität hat. Übungsleitung, Teilnehmer und Verwaltung sind reine Ansichten im Browser, keine Rollen mit Rechten.
Das spart den Umweg über eine Bestätigungsmail und die Frage, wer die Zugangsdaten der Einheit verwahrt. Es hat aber eine Kehrseite, und die soll hier nicht untergehen: ohne Identität gibt es auch keinen Zugriffsschutz.
Der Übungscode macht eine Übung auffindbar, er schützt sie nicht. Wer den Link hat, kann die Übung öffnen. Für eine Sprechfunkübung mit Funkrufnamen und Übungstexten ist das vertretbar – für alles andere nicht. Genau deshalb steht in der Datenschutzerklärung der Satz, keine Daten einzutragen, die nicht in einer Übung sichtbar sein sollen.
Welche Daten gespeichert werden
Gespeichert werden die Angaben, die beim Erstellen einer Übung eingetragen werden: Übungsname, die Funkrufnamen der Teilnehmer und die erzeugten Funksprüche. Dazu kommt während der Übung der Fortschritt je Funkstelle und, wenn die Übungsleitung sie nutzt, deren Notizen.
Ein Funkrufname ist die taktische Adresse einer Funkstelle, keine Person – das ist der Grund, warum eine Übung ohne personenbezogene Daten auskommt. Das Feld ist allerdings freier Text. Wer echte Namen einträgt, macht daraus personenbezogene Daten, und das sollte man lassen.
Vorsicht ist besonders bei den Notizen der Übungsleitung angebracht. Sie hängen an einer Funkstelle und enthalten Bewertungen. In einer Einheit mit acht Funkstellen ist ein Rufname faktisch eine Person – und lesbar für jeden, der den Link hat.
Warum das Projekt kostenlos ist
Es ist im Ehrenamt entstanden, aus einem konkreten Bedarf: die Vorbereitung einer Funkübung dauerte länger als die Übung selbst. Was daraus wurde, lag ohnehin auf der Platte – es zu veröffentlichen kostete nichts zusätzlich.
Es gibt keine Firma dahinter, kein Investment und keinen Plan, das zu ändern. Damit fällt der übliche Grund für Preisstufen weg: es muss sich nichts rechnen. Wer das genauer wissen will: wie das Projekt betrieben und finanziert wird steht auf einer eigenen Seite, ebenso, wer die Inhalte schreibt.
Der Quellcode steht unter der EUPL-1.2 öffentlich auf GitHub. Das ist die Zusicherung, die belastbarer ist als ein Versprechen auf einer Website: sie lässt sich nachlesen.
Was Open Source praktisch bedeutet
Für die meisten Nutzer heißt Open Source erst mal nichts – die Anwendung läuft im Browser, fertig. Vier Dinge werden dadurch aber möglich.
Selbst betreiben: Wer die Anwendung nicht auf einer fremden Domain nutzen will, kann sie mit eigener Firebase-Instanz selbst hosten. Dann liegen die Übungsdaten dort, wo die eigene Organisation sie haben will.
Nachprüfen statt glauben: Was gespeichert wird, steht nicht allein in der Datenschutzerklärung, sondern auch im Code und in den Zugriffsregeln. Die dokumentieren auch die bekannten Restrisiken, statt sie zu verschweigen.
Beitragen: Eigene Funkspruch-Vorlagen und Verbesserungen können ins Projekt einfließen. Kein Anbieterrisiko: Wird das Projekt eingestellt, bleiben Code und Übungstexte verfügbar und weiternutzbar.
Einsatz in Dienststelle und Ortsverband
Die Lizenz erlaubt die Nutzung ausdrücklich, auch dienstlich und auch in Ausbildungsveranstaltungen. Eine Freigabe des Projekts braucht dafür niemand.
Was die eigene Organisation vorschreibt, ist eine andere Frage. Vor dem Einsatz auf Dienstrechnern lohnt der Blick in die eigenen Vorgaben zu Webdiensten und Auftragsverarbeitung – die Übungsdaten liegen bei Firebase, also bei einem Anbieter außerhalb der eigenen Organisation.
Wer das nicht will, hat den Weg über den Selbstbetrieb. Wer es einfach halten will, nutzt die Anwendung wie sie ist und trägt nichts ein, was nicht in einer Übung sichtbar sein soll.
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