Funksprüche Wasserrettung: Hochwasser an der Sarne
Diese Vorlage enthält 131 Übungsnachrichten aus einer Hochwasserlage für Wasserrettungszüge von DLRG und Wasserwacht: Boote in überfluteten Straßen, Pegelmeldungen, Strömungsretter, Taucher am Wehr und eine Personensuche in der Dämmerung.
Kurz gesagt
Diese Vorlage enthält 131 Übungsnachrichten aus einer Hochwasserlage für Wasserrettungszüge von DLRG und Wasserwacht. Boote holen Bewohner aus überfluteten Straßen, dazu Pegelmeldungen, Treibgutwarnungen, Strömungsretter, Taucher am Wehr und eine Personensuche in der Dämmerung. Sie wurde für den Generator geschrieben, nicht aus einer gefunkten Übung übernommen. Der Download lässt sich unverändert hochladen.
Die Lage hinter den Nachrichten
Ein Fluss tritt über die Ufer, ein Ortsteil steht bis zu 1,10 m unter Wasser und ist stromlos. Ein Wasserrettungszug mit drei Booten holt Bewohner aus den Häusern und setzt sie zu Sammelpunkten über. Dazwischen: Treibgut, ein ausgefallener Motor, eine Grundberührung, Sickerstellen am Deich und ein Bewohner, der nicht mitkommen will.
Eine Nachricht im Wortlaut: „Aus Lindenstraße 14 vier Personen und ein Hund aufgenommen. Übersetzen zum Sammelpunkt Schule, dann zurück in den Abschnitt.“ Jede Anlandung wird mit Personenzahl gemeldet, damit am Ende niemand fehlt.
Am frühen Abend wird ein Mann am Ufer vermisst. Suchabschnitte, Uferkette, Drohne mit Wärmebild und die Sichtung auf einer Buhne bringen den zweiten Handlungsstrang in die Übung.
Was diese Vorlage besonders übt
Erstens den Bootsbetrieb im Funk: Boot zu Wasser, Besatzung, Abschnitt, Anlandung mit Personenzahl, Kraftstoff, Grundberührung, Schraubenwechsel. Boote werden im Text als Boot 1 bis Boot 3 geführt, die Rufnamen kommen aus der Teilnehmerliste.
Zweitens Pegel und Strömung: Pegelstände in Zentimetern mit Tendenz, Wassertiefen an Kreuzungen, Treibgutwarnungen mit sofortigem Rückzug ans Ufer und Freigabe über die Rufgruppe. Die Sicherheit der eigenen Kräfte steht in dieser Vorlage öfter im Funk als in den meisten anderen.
Drittens die Schnittstellen: Stromabschaltung durch den Netzbetreiber vor der Einfahrt in Straßen, Übergabe Unterkühlter an den Rettungsdienst, Übersetzen von THW-Kräften zum Deich, Absperrung durch die Polizei, Landeplatz für den Hubschrauber.
Woher diese Vorlage stammt
Diese Vorlage wurde für den Generator geschrieben, nicht aus einer gefunkten Übung übernommen. Das unterscheidet sie von den THW-Vorlagen im Archiv, die aus tatsächlichen Übungen mehrerer Ortsverbände stammen.
Geschrieben wurde sie mit einem Wasserrettungs-Fachprofil, das im Quellcode des Projekts offen liegt: Einheiten, Fahrzeuge, Meldearten und Fachsprache der Organisation, dazu die Regeln des BOS-Sprechfunks. Orts- und Straßennamen sind erfunden.
Wer in der Organisation aktiv ist und eine Bezeichnung, einen Ablauf oder eine Zuständigkeit anders kennt, hat vermutlich recht. Rückmeldungen mit der Nummer des Funkspruchs aus der Liste unten fließen direkt in die Vorlage ein.
Umfang und Zuschnitt
131 Nachrichten reichen für einen Übungsabend mit acht Funkstellen und je 15 Sprüchen. Die Hälfte der Texte liegt um 100 Zeichen, also bei gut anderthalb Minuten Mitschrift.
Gut ein Drittel der Nachrichten ist kurz, wie es dem knappen Bootsfunk entspricht, ein Zehntel sind ausführliche Lagemeldungen mit über 180 Zeichen. 40 Prozent enthalten ein Wort in Großbuchstaben als Buchstabieraufgabe.
Für eine gemeinsame Übung mit dem THW passt die Hochwasserlage aus Essen dazu: dort wird dieselbe Art Lage von der Landseite gefunkt.
Herunterladen und im Generator nutzen
Die Datei enthält eine Nachricht je Zeile – genau das Format, das der Generator beim Upload liest. Herunterladen, im Generator Eigene Datei hochladen wählen, fertig. Im Generator ist die Vorlage außerdem direkt unter „Funksprüche Wasserrettung, Hochwasser“ auswählbar.
Alle 131 Funksprüche als Textdatei Übung erstellen
Die Nutzung steht unter der EUPL-1.2. Korrekturen aus der Praxis nimmt das Projekt gern an: an johannes.rudolph@thw-oldenburg.de oder als Issue auf GitHub, mit der Nummer des Funkspruchs aus der Liste unten.
Alle 131 Funksprüche dieser Vorlage
Der vollständige Bestand dieser Vorlage. Suche und Filter arbeiten im Browser; ohne JavaScript bleibt die Liste vollständig sichtbar.
131 Funksprüche
- Pegel der Sarne an der Brücke HAFENSTRASSE 412 cm, Tendenz steigend, etwa 10 cm je Stunde.
- Wasserrettungszug am Bereitstellungsraum Parkplatz Freibad eingetroffen. Stärke 1/4/18/23, 3 Boote, davon 2 motorisiert.
- Boot 1 zu Wasser an der Slipstelle KANUVEREIN, Besatzung 3. Übernehmen den Abschnitt Nord ab der Eisenbahnbrücke.
- Boot 2 zu Wasser an der Slipstelle KANUVEREIN, Besatzung 3. Übernehmen den Abschnitt Süd bis zum Wehr.
- Frage: Ist die Stromversorgung im Ortsteil AUEBRÜCK abgeschaltet? Boote fahren sonst nicht in die überfluteten Straßen ein.
- Netzbetreiber bestätigt Abschaltung des Ortsteils AUEBRÜCK um 15:20 Uhr. Einfahrt in die Straßen freigegeben.
- Aus Lindenstraße 14 vier Personen und ein Hund aufgenommen. Übersetzen zum Sammelpunkt Schule, dann zurück in den Abschnitt.
- Sammelpunkt Schule: 12 Personen angelandet und an den Betreuungsdienst übergeben. Boot 1 wieder frei.
- Wassertiefe an der Kreuzung LINDENSTRASSE und Mühlenweg 1,10 m. Für Fahrzeuge nicht passierbar, nur mit Boot.
- Erkunden Sie den Bereich Am Deich zwischen Hausnummer 2 und 30 auf Personen, die noch in den Häusern sind.
- Erkundung Am Deich abgeschlossen: In 3 Häusern noch Personen, alle wollen abgeholt werden, insgesamt 7 Personen und 2 Katzen.
- Strömung im Bereich der STRASSENBRÜCKE zu stark für das Schlauchboot. Setzen Strömungsretter mit Sicherungsleine ein.
- Zwei Strömungsretter an der Straßenbrücke eingesetzt. Sicherung vom Ufer aus mit 2 Kräften.
- Treibgut mit Baumstämmen von oberhalb im Anmarsch. Alle Boote ans Ufer, Wiederaufnahme nach Freigabe.
- Treibgut passiert, keine Schäden an den Booten. Bootsbetrieb wieder freigegeben.
- Frage: Wie viele Rettungswesten für Betroffene sind noch am Sammelpunkt vorhanden?
- Am Sammelpunkt noch 8 Rettungswesten für Betroffene. 20 weitere vom GW-Wasserrettung anfordern.
- 20 Rettungswesten mit dem MTW zum Sammelpunkt Schule gebracht.
- Person auf dem Dach eines Pkw in der MÜHLENSTRASSE, Wasser steigt. Boot 2 fährt sofort an, Eintreffen in 4 Minuten.
- Person vom Pkw-Dach aufgenommen, unverletzt, stark unterkühlt. Anlandung am Sammelpunkt, Rettungsdienst übernimmt.
- Pegel Sarne 428 cm, Tendenz steigend. Deichverband meldet Sickerstellen am Deich Höhe SPORTPLATZ.
- Deichkontrolle per Boot vom Wasser aus zwischen SPORTPLATZ und Wehr übernehmen. Sickerstellen mit Position melden.
- Deichkontrolle: 2 Sickerstellen etwa 200 m unterhalb des Sportplatzes, Wasser klar, kein Materialaustrag. Deichverband informiert.
- THW für Sandsackverbau an den Sickerstellen angefordert. Übersetzen der Kräfte mit Boot 3 vom Sportplatz aus.
- Boot 3 setzt 8 Kräfte des THW mit Sandsäcken zum Deich über. 4 Fahrten, Dauer etwa 40 Minuten.
- Motor an Boot 1 setzt aus. Boot treibt, Anker gesetzt, Besatzung wohlauf. Boot 2 zur Unterstützung anfordern.
- Boot 2 hat Boot 1 im Schlepp, Anlandung an der Slipstelle KANUVEREIN. Motor wird vom Bootsführer geprüft.
- Boot 1 wieder einsatzbereit, Ursache war Kraftstoffmangel. Betankung an der Slipstelle abgeschlossen.
- Kraftstoff für die Boote geht zur Neige. 60 l Benzin mit Zweitaktöl an die Slipstelle KANUVEREIN anfordern.
- Kraftstoffnachschub 80 l an der Slipstelle eingetroffen.
- Frage: Wo ist der Landeplatz für den Rettungshubschrauber, falls ein Notfall vom Boot übergeben werden muss?
- Landeplatz für den Rettungshubschrauber auf dem Sportplatz AUEBRÜCK festgelegt, Feuerwehr sichert ab.
- Bewohner in Am Deich 18 weigert sich, das Haus zu verlassen. Person ist über 80, allein, Erdgeschoss steht unter Wasser.
- Polizei und Betreuungsdienst zu Am Deich 18 mit Boot 1 übersetzen. Gespräch führen, Abholung danach.
- Person aus Am Deich 18 hat sich zur Mitfahrt entschieden. Übersetzen zum Sammelpunkt mit Medikamenten und Haustier.
- Suche nach vermisster Person: Mann, etwa 60, dunkle Jacke, zuletzt um 16:30 Uhr am Ufer Höhe Wehr gesehen. Polizei hat die Meldung.
- Suchabschnitt zwischen Wehr und EISENBAHNBRÜCKE mit Boot abgesucht, ohne Ergebnis. Beginnen Uferabsuche linkes Ufer.
- Suchkette mit 8 Kräften am linken Ufer zwischen Wehr und EISENBAHNBRÜCKE eingesetzt. Abstand 5 m.
- Drohne für die Suche angefordert. Einsatz oberhalb des Wehrs, Wärmebild bei Dämmerung.
- Drohnenerkundung: Person auf einer Buhne 300 m unterhalb des WEHRs gesichtet, winkt. Boot 2 fährt an.
- Vermisste Person von der Buhne aufgenommen, ansprechbar, unterkühlt. Anlandung am SPORTPLATZ, Rettungsdienst übernimmt.
- Suche beendet, alle Kräfte der Suchkette zurück zum Bereitstellungsraum. Polizei ist informiert.
- Frage: Wann wird die Bootsbesatzung von Boot 2 abgelöst? Besatzung ist seit 14:00 Uhr auf dem Wasser.
- Ablösung der Bootsbesatzungen um 19:00 Uhr an der Slipstelle KANUVEREIN. Wechsel nacheinander, ein Boot bleibt auf dem Wasser.
- Nachtbetrieb: Beleuchtung der Slipstelle und des Sammelpunkts durch die Feuerwehr angefordert. Boote fahren nur mit Suchscheinwerfer.
- Lichtmast an der Slipstelle KANUVEREIN aufgebaut. Sammelpunkt Schule wird von der Feuerwehr ausgeleuchtet.
- Pegel Sarne 441 cm, Tendenz gleichbleibend. Scheitel nach Vorhersage gegen 02:00 Uhr.
- Schaulustige am Ufer Höhe STRASSENBRÜCKE behindern die Anlandung. Polizei zur Absperrung des Uferbereichs anfordern.
- Uferbereich an der STRASSENBRÜCKE durch die Polizei gesperrt. Anlandung wieder ungestört möglich.
- Verpflegung für 23 Einsatzkräfte am Bereitstellungsraum Parkplatz Freibad um 20:00 Uhr.
- Warme Getränke und trockene Kleidung für die Bootsbesatzungen im GW-Wasserrettung bereitgelegt.
- Frage: Sind noch Personen in den überfluteten Straßen, die abgeholt werden müssen?
- Nach Rückmeldung des Betreuungsdienstes und der Polizei sind alle gemeldeten Personen aus dem Ortsteil AUEBRÜCK geborgen. Kontrollfahrt läuft.
- Kontrollfahrt Abschnitt Nord ohne Feststellungen. Keine Personen mehr in den Häusern, Lichter aus, Fenster geschlossen.
- Kontrollfahrt Abschnitt Süd: In der MÜHLENSTRASSE 7 Licht im Obergeschoss. Boot fährt an und klärt.
- Mühlenstraße 7: Bewohner will im Obergeschoss bleiben, hat Vorräte und Telefon. Polizei informiert, Person bleibt.
- Einsatztaucher für die Kontrolle des Einlaufs am WEHR angefordert. Verdacht auf Verklausung durch Treibgut.
- Tauchstelle am WEHR eingerichtet. Taucher im Wasser, Sichttiefe unter 30 cm, Tauchzeit begrenzt auf 15 Minuten.
- Taucher aufgetaucht. Einlauf am WEHR durch Baumstämme zur Hälfte verlegt, Räumung nur mit Bagger vom Ufer aus möglich.
- Tauchgang beendet, Tauchstelle abgebaut. Ergebnis an Wasserverband und Einsatzleitung gemeldet.
- Boot 3 mit Grundberührung an der Kreuzung Lindenstraße. Schraube beschädigt, Boot fährt aus eigener Kraft zur Slipstelle.
- Boot 3 außer Dienst bis zum Schraubenwechsel. Ersatzschraube vom GW-Wasserrettung wird montiert, Dauer 30 Minuten.
- Boot 3 wieder einsatzbereit.
- Pegel SARNE 445 cm um 02:00 Uhr, Tendenz gleichbleibend. Scheitel erreicht, Vorhersage fallend ab 04:00 Uhr.
- Alle Boote: Wassertiefe in den Straßen sinkt. Auf Hindernisse unter Wasser achten, Gartenzäune und Fahrzeuge.
- Pegel Sarne 430 cm um 05:00 Uhr, Tendenz fallend. Ortsteil AUEBRÜCK bleibt gesperrt bis zur Freigabe durch die Einsatzleitung.
- Frage: Wann können die Bewohner in den Ortsteil Auebrück zurückkehren?
- Rückkehr der Bewohner nicht vor dem Nachmittag. Straßen müssen erst vom Bauhof geprüft werden, Strom bleibt abgeschaltet.
- Einsatzstelle Deich Sportplatz: Sandsackverbau des THW an beiden Sickerstellen fertig, Deichverband übernimmt die Kontrolle.
- Übersetzen der THW-Kräfte vom Deich zurück zum Sportplatz mit Boot 3 abgeschlossen.
- Boot 1 und Boot 2 aus dem Wasser genommen, auf den Trailern verladen. Boot 3 bleibt bis zur Freigabe in Bereitschaft.
- Reinigung der Boote und Kontrolle der Ausrüstung an der Slipstelle. Verlust: 1 Wurfsack, 2 Rettungswesten.
- Wasserrettungszug meldet Einsatzende um 08:30 Uhr. Alle Kräfte vollzählig, keine Verletzten, 2 Boote einsatzbereit, 1 Boot mit Schraubenwechsel.
- Nachbesprechung am Freitag um 19:00 Uhr im Bootshaus. Bootsführer bringen die Fahrtenbücher mit.
- Alle Boote: Funkprobe auf der Rufgruppe, Reihenfolge Boot 1, Boot 2, Boot 3, Slipstelle, Sammelpunkt.
- Übungsleitung: Lage wird angehalten, alle Boote auf Position bleiben. Fortsetzung nach der Zwischenbesprechung.
- Übung wird fortgesetzt. Pegel und Positionen wie zuletzt gemeldet.
- Boot 1 zu Wasser, Besatzung 3.
- Boot 2 am Sammelpunkt angelandet, 5 Personen an Bord.
- Pegel SARNE 435 cm, Tendenz steigend.
- Frage: Ist die Slipstelle KANUVEREIN noch anfahrbar?
- Slipstelle anfahrbar, Parkplatz steht 10 cm unter Wasser.
- Stärke am Bereitstellungsraum: 1/4/18/23, 3 Boote.
- Erbitten Kraftstoff für Boot 2 an der Slipstelle.
- Kraftstoff an der Slipstelle eingetroffen.
- Person im Wasser Höhe STRASSENBRÜCKE, Boot 2 fährt an.
- Person aufgenommen, unverletzt, Anlandung am Sportplatz.
- Erkunden Sie die RINGSTRASSE auf Personen in den Häusern.
- RINGSTRASSE erkundet, keine Personen mehr in den Häusern.
- Standort Boot 1: Kreuzung LINDENSTRASSE, Wassertiefe 90 cm.
- Treibgut im Abschnitt Nord, Boote ans Ufer.
- Treibgut passiert, Bootsbetrieb frei.
- Frage: Wo ist der Sammelpunkt für den Abschnitt Süd?
- Sammelpunkt Süd ist der Sportplatz AUEBRÜCK.
- Strömungsretter eingesetzt, Sicherung vom Ufer.
- Strömungsretter zurück am Ufer, Einsatz beendet.
- Ablösung für Boot 1 an der Slipstelle eingetroffen.
- Taucher im Wasser, Tauchzeit 15 Minuten.
- Taucher aufgetaucht, alles in Ordnung.
- Trinkwasser für die Bootsbesatzungen am GW-Wasserrettung.
- Verpflegung für 23 Kräfte um 20:00 Uhr am FREIBAD.
- Frage: Ist der Rettungsdienst am Sammelpunkt?
- Rettungswagen am Sammelpunkt Schule in Bereitschaft.
- Einsatzstelle Deich SPORTPLATZ erreicht, Kontrolle beginnt.
- Sickerstelle 200 m unterhalb des Sportplatzes, Wasser klar.
- Erbitten Beleuchtung für die Slipstelle durch die Feuerwehr.
- Beleuchtung an der Slipstelle steht.
- Boot 3 Grundberührung, fahren zur Slipstelle.
- Boot 3 wieder frei.
- Standort Boot 2: Sammelpunkt SCHULE, warten auf Auftrag.
- Stromabschaltung AUEBRÜCK bestätigt.
- Frage: Wie viele Personen sind noch abzuholen?
- Noch 7 Personen und 2 Katzen in Am Deich.
- Dienstschluss für die erste Bootsbesatzung um 19:30 Uhr.
- Hund an Bord, Halter mit Leine, Anlandung am Sammelpunkt.
- Erkundung MÜHLENSTRASSE abgeschlossen, ein Bewohner bleibt.
- Funkprobe erfolgreich, alle Boote erreichbar.
- Übung unterbrochen, Boote bleiben auf Position.
- Lagemeldung Wasserrettung um 17:00 Uhr: Pegel Sarne 428 cm, Tendenz steigend. Ortsteil AUEBRÜCK stromlos und überflutet, Wassertiefe in den Straßen bis 1,10 m. Bisher 34 Personen und 5 Haustiere mit Booten geborgen und am Sammelpunkt Schule übergeben.
- Einsatzauftrag für Boot 1: Übernehmen Sie den Abschnitt Nord zwischen Eisenbahnbrücke und Kreuzung Lindenstraße. Fahren Sie alle Häuser mit Licht oder Personen an Fenstern an, nehmen Sie die Personen mit ihren Medikamenten und Haustieren auf und setzen Sie zum Sammelpunkt SCHULE über.
- Anforderung an die Einsatzleitung: Für den Nachtbetrieb werden Beleuchtung an der Slipstelle Kanuverein und am Sammelpunkt Schule, 80 l Benzin mit Zweitaktöl, 20 Rettungswesten für Betroffene und eine Ablösung für 2 Bootsbesatzungen ab 19:00 Uhr benötigt.
- Lagemeldung Deichkontrolle um 18:15 Uhr: Deich zwischen SPORTPLATZ und Wehr vom Wasser aus abgefahren. 2 Sickerstellen etwa 200 m unterhalb des Sportplatzes, Wasser klar, kein Materialaustrag, keine Setzungen an der Deichkrone.
- Einsatzauftrag für die Strömungsretter: Sichern Sie die Anlandung am Sammelpunkt Sportplatz gegen die Strömung aus der MÜHLENSTRASSE. Zwei Retter mit Sicherungsleine im Wasser, zwei Kräfte am Ufer. Bei Treibgut sofort aus dem Wasser, Wiederaufnahme nur nach Freigabe durch den Bootsführer von Boot 2.
- Meldung der Einsatzleitung an alle Boote: Wegen Treibgut mit Baumstämmen von oberhalb wird der Bootsbetrieb ab sofort eingestellt. Alle Boote an das nächste sichere Ufer, Besatzungen bleiben an Bord, Anker setzen. Die Freigabe erfolgt nach Passage des Treibguts über die Rufgruppe.
- Lagemeldung Personensuche um 18:50 Uhr: Vermisster Mann, etwa 60, dunkle Jacke, zuletzt um 16:30 Uhr am Ufer Höhe Wehr gesehen. Suchabschnitt Wehr bis Eisenbahnbrücke mit Boot ohne Ergebnis, Uferabsuche linkes Ufer mit 8 Kräften läuft, Drohne mit Wärmebild oberhalb des Wehrs angefordert.
- Einsatzauftrag für den Tauchtrupp: Kontrollieren Sie den Einlauf am WEHR auf Verklausung durch Treibgut. Tauchstelle am rechten Ufer oberhalb des Wehrs, Sichttiefe unter 30 cm, Tauchzeit auf 15 Minuten begrenzt, Signalleine Pflicht. Ergebnis an Wasserverband und Einsatzleitung melden.
- Lagemeldung Boote um 22:00 Uhr: Boot 1 einsatzbereit nach Betankung, Boot 2 auf dem Wasser im Abschnitt Süd, Boot 3 außer Dienst wegen Schraubenwechsel nach Grundberührung, Dauer 30 Minuten. Besatzungen um 19:00 Uhr abgelöst.
- Anforderung an die Leitstelle: Für die Bergung einer über 80 Jahre alten Person aus Am Deich 18, die das Haus nicht verlassen will, werden Polizei und Betreuungsdienst zum Übersetzen mit Boot 1 benötigt. Erdgeschoss steht unter Wasser, Person ist allein und ohne Telefon.
- Meldung der Einsatzleitung: Der Scheitel der Sarne ist um 02:00 Uhr mit 445 cm erreicht, ab 04:00 Uhr fallend. Ortsteil AUEBRÜCK bleibt gesperrt, Strom bleibt abgeschaltet. Boote fahren ab jetzt nur noch Kontrollfahrten, auf Hindernisse unter der sinkenden Wasseroberfläche achten.
- Lagemeldung Einsatzende um 08:30 Uhr: 47 Personen und 7 Haustiere über Wasser geborgen, 1 vermisste Person gefunden und dem Rettungsdienst übergeben, 2 Sickerstellen am Deich gemeldet und gesichert. Kräfte 23, davon 2 Bootsbesatzungen abgelöst, keine Verletzten.
- Einsatzauftrag für Boot 3: Übersetzen Sie 8 Kräfte des THW mit Sandsäcken vom Sportplatz zu den Sickerstellen am Deich. Höchstens 3 Personen und 15 Sandsäcke je Fahrt, Rettungswesten für alle an Bord. Nach Abschluss des Verbaus die Kräfte zurückholen und Abschluss an die Einsatzleitung melden.